AGRAVIS aktuell 2018



Fütterung spezifischer Supplemente unterstützt Abkalbeverlauf

Studien belegen, dass bei Färsen bis zu 20 Prozent und bei Kühen bis zu 10 Prozent Totgeburten auftreten. Prof. Dr. med. vet. Martin Kaske, Universität Zürich, und Gerald Krabbe, Produktmanager der Crystalyx Products GmbH, erläutern mögliche Ursachen und zeigen Lösungen auf.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation der Kälberverluste bei der Geburt?

Krabbe: Obwohl der Anteil in den vergangenen Jahren rückläufig war, ist die gegenwärtige Situation weiterhin nicht zufriedenstellend. Klar ist, dass eine hohe Schwergeburtenrate zu einem wirtschaftlichen Verlust durch den entgangenen Erlös für das Kalb führt. Für Mutterkuhbetriebe ist das bereits für das Betriebsergebnis ausschlaggebend. Für Milchviehbetriebe ist es aber viel schwerwiegender, dass eine Kuh nach einer Schwergeburt „vorbelastet“ in die Laktation startet. Folgeerkrankungen und Minderleistungen sind die Folge.

Prof. Dr. med. vet. Martin Kaske, Universität Zürich, beschäftigt sich mit Ursachen von Kälberverlusten nach der Geburt.

Welche Faktoren beeinflussen den Verlauf der Abkalbung?

Kaske: Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Schwergeburt sind seit langem bekannt: eine Überkonditionierung des Muttertieres, eine latente subklinische Hypocalcämie (Milchfieber), ein absolut oder relativ zu großes Kalb, eine unphysiologische Lage, Haltung und Stellung des Kalbes sowie Missbildungen. Eine wesentliche Rolle spielt zudem die Stressbelastung des kalbenden Tieres. Stress führt zu einer erhöhten Konzentration von Stresshormonen wie Cortisol. Dadurch reduziert sich die Fähigkeit verschiedener weißer Blutkörperchen, ihre Aufgaben bei der Immunabwehr zu erfüllen. Das erklärt, warum das Immunsystem von Kühen im Zeitraum um die Abkalbung geschwächt ist.

Warum hat das Immunsystem einen Einfluss auf den Abkalbeverlauf?

Kaske: Es ergeben sich bei der Kuh im geburtsnahen Zeitraum unmittelbare Wechselbeziehungen zwischen Energiehaushalt, Immunsystem und Gleichgewicht der Mineralstoffe – und jeder einzelne dieser Faktoren ist wiederum bedeutsam für die Vorbereitung des Muttertieres auf die Kalbung, den Verlauf der Geburt, den Abgang der Nachgeburt und den – hoffentlich problemlosen – Einstieg in die Laktation. Diese Risikofaktoren lassen sich durch ein optimiertes Management der Transitkuh beeinflussen und teilweise nahezu ausschließen. Die Crystalyx Products GmbH hat eine Studie durchgeführt, in der der Einfluss spezifischer Hefezellwandbestandteile auf das Abkalbeverhalten bei Erstkalbinnen untersucht wurde.

Welche Ergebnisse haben Sie festgestellt?

Krabbe: In der Studie bei der Agrargesellschaft Ruppendorf AG, Klingenberg (Sachsen), wurden 150 tragenden Jungrindern in den letzten sechs Trächtigkeitswochen zwei verschiedene Rezepturen von Crystalyx Trockensteher verabreicht. Während 78 Rinder in der Kontrollgruppe die gewöhnliche Rezeptur von Crystalyx Trockensteher erhielten, wurde 72 Tieren in der Versuchsgruppe eine Crystalyx-Rezeptur mit spezifischen Hefezellwandbestandteilen verabreicht. Die Ergebnisse zeigten bei der mit Hefezellwandbestandteilen supplementierten Versuchsgruppe eine deutliche Reduktion der Geburten, bei denen Geburtshilfe nötig war. Der Anteil ging von 38,5 auf 20,8 Prozent zurück. Die Anzahl der Totgeburten in der Versuchsgruppe konnte sogar halbiert werden.

Welche Bedeutung haben die Ergebnisse für die Praxis?

Kaske: Die Ergebnisse geben einen gewissen Hinweis darauf, dass die Zulage der spezifischen Hefezellwandbestandteile einen Einfluss auf den Verlauf der Kalbung hat – dies umso mehr, als der Betrieb insgesamt sehr gut gemanagt wird und viel Wert auf möglichst gute Haltungs- und Fütterungsbedingungen legt. Für die Praxis heißt das: Im Hinblick auf die Verminderung der Tot- und Schwergeburtenrate ist nicht nur die Optimierung des Geburtsmanagements wichtig, sondern offensichtlich auch die Fütterung bzw. der Einsatz von spezifischen Supplementen.

Infos zu diesem Thema gibt es bei Gerald Krabbe, Telefon 0251 . 682-2137, gerald.krabbe@agravis.de.



Einblick in den landwirtschaftlichen Alltag

Seit 2016 ernennt die CRYSTALYX Products GmbH regelmäßig Botschafter, die sechs Monate lang vom CRYSTALYX-Einsatz auf ihren Betrieben berichten. Ihre Fotos, Videos und kurzen Berichte werden auf der CRYSTALYX-Facebookseite veröffentlicht. Fans bekommen so einen Einblick in den Alltag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb und können mitverfolgen, welche Arbeiten täglich anfallen.

Im September 2018 können sich wieder interessierte Landwirte bewerben, als Botschafter über ihren Betrieb zu berichten.



Positive Effekte schwarz auf weiß darstellen

Das Berechnungstool CRYSTALYX® Analytics veranschaulicht Kosten und Nutzen des Einsatzes von CRYSTALYX-Leckmassen in der Milchviehhaltung. Was bisher nur mit Hilfe der Berater von Genossenschaften und AGRAVIS möglich war, können interessierte Milchviehhalter nun auch selbst zu Hause ausrechnen. CRYSTALYX® Analytics steht ab sofort online zur Verfügung und zeigt nach Eingabe betriebsindividueller Parameter die Wirtschaftlichkeit des CRYSTALYX-Einsatzes während der Laktation.

Analytics

In der Milchviehhaltung verursachen Futtermittel über 50 Prozent der Direktkosten. Die Wirtschaftlichkeit wird daher maßgeblich durch diesen Kostenblock beeinflusst. CRYSTALYX® Analytics zeigt betriebsindividuell die Wirtschaftlichkeit des CRYSTALYX-Einsatzes während der Laktation. Insbesondere im laktierenden Bereich werden die Vorteile, die CRYSTALYX in der Energieversorgung bringt, oft nicht ausgenutzt. „Erst einmal stehen die Kosten eines weiteren Futtermittels im Vordergrund, nicht aber der Nutzen“, erläutert CRYSTALYX-Produktmanager Gerald Krabbe. „Mit dem Online-Beratungstool können wir die positiven Effekte schwarz auf weiß darstellen.“ CRYSTALYX® Analytics weist auf Basis betriebsindividueller Rationsparameter die zu erwartenden kaufmännischen Konsequenzen des Einsatzes von CRYSTALYX aus.

Zunächst werden die Daten des Betriebes wie Anzahl und Gewicht der Kühe, die mit CRYSTALYX gefüttert werden sollen, Milchleistung und Inhaltsstoffe, Milchpreis sowie die Futterration und Futterkosten in das Programm eingegeben. Daraus wird die aktuelle Futteraufnahme, die aus den einzelnen Rationskomponenten resultiert, berechnet. Im nächsten Schritt wird eine Ergänzung der Ration durch CRYSTALYX simuliert. Für laktierende Kühe stehen CRYSTALYX Standard, Vitalyx und Cattle Booster zur Verfügung.

Nach der Auswahl des zum Betrieb passenden Produktes erfolgt die Eingabe der Menge, die voraussichtlich aufgenommen wird. Diese liegt im Durchschnitt zwischen 150 und 250 Gramm pro Tier und Tag. Das Programm ermittelt aus den gewählten Werten die erwartete Steigerung der Grundfutteraufnahme, die in der Regel bei 3 bis 5 Prozent oder bei 400 bis 700 Gramm täglich liegt. „Beim Vergleich der Ration mit und ohne CRYSTALYX-Einsatz kommen die Karten auf den Tisch“, macht Krabbe deutlich. Die aus dem Anstieg der Grundfutteraufnahme resultierenden Futterkosten inklusive Kosten für CRYSTALYX werden dem kalkulatorischen Milcherlös gegenübergestellt.

„Selbst bei niedrigen Milchauszahlungspreisen kann fast jeder Betrieb mit CRYSTALYX einen Überschuss über die Futterkosten erzielen“, berichtet der Produktmanager aus Erfahrung. Aufs Jahr bezogen könne das Plus bei einer Bestandsgröße von 100 laktierenden Milchkühen zwischen 2.000 und mehr als 3.000 Euro betragen – und das bei konservativer Berechnung, auf der das Programm basiert. In der Praxis lägen die Effekte oft noch höher. „Denn ein Anstieg der Grundfutteraufnahme wirkt sich auch positiv auf die Tiergesundheit aus“, erläutert Krabbe abschließend.

Interessierte Milchviehhalter können mit CRYSTALYX® Analytics den CRYSTALYX-Einsatz für ihren Betrieb analysieren. Die direkte Verknüpfung zum Raiffeisen-Webshop ermöglicht außerdem eine einfache und schnelle Bestellung der gewählten Produkte.



AGRAVIS aktuell 2017



Früh hat der Herbst Einzug gehalten. Schon im September war es nass, kühl und windig. Auch auf dem Ausbildungsbetrieb Griepenkerl GbR im niedersächsischen Wardenburg-Littel weht eine steife Brise über den Hof. Den 260 Milchkühen und ihrer Nachzucht macht der Wetterumschwung nichts aus. Die Tiere sind in der Regel fit und gesund, die Tierarztkosten liegen auf niedrigem Niveau. Dennoch haben August, Traute und Arndt Griepenkerl vorgesorgt und ihren Kälbern die Leckmasse CRYSTALYX Mentholyx hingestellt. „Vorbeugen ist besser als Heilen“, erläutert Juniorchef Arndt Griepenkerl einen Grundsatz, der auf dem Betrieb gilt. „Im vergangenen Herbst haben wir die Kübel erstmalig aufgestellt und einen positiven Effekt festgestellt. Im Kälberstall ist deutlich weniger Husten aufgetreten als in den Vorjahren und der Allgemeinzustand war definitiv besser.“ Deshalb steht das Ergänzungsfuttermittel auch in diesem Jahr wieder bereit.

Mentholyx
Die Tiere erhalten Crystalyx Mentholyx ab der zweiten Woche. Zirka 30 Gramm pro Tag und Kalb werden aufgenommen.

Gerald Krabbe, Produktmanager CRYSTALYX, erläutert den positiven Effekt der Leckmasse: „Dieses in einem einzigartigen Verfahren hergestellte Ergänzungsfuttermittel enthält eine hohe Energiekonzentration auf Basis hochwertiger Zucker, Fett sowie Mineralien. Die Kälber sind stärker, vitaler und widerstandsfähiger. Die darüber hinaus enthaltenen ätherischen Öle – Eukalyptus und Menthol – stimulieren das Immunsystem und beugen ernährungsphysiologisch Atemwegserkrankungen vor.“

Die Leckmasse bekommen die Tiere ab der zweiten Lebenswoche. Zirka 30 Gramm pro Tag und Kalb werden aufgenommen. Vorher sieht die Fütterung so aus: Direkt nach der Geburt erhalten die Kälber bis zu drei Liter Biestmilch. In den ersten drei Tagen bekommen sie bis zu vier Liter Vollmilch pro Mahlzeit und im Anschluss den hochwertigen Milchaustauscher CombiMilk Galant. In den ersten zwei Wochen sind es bis zu acht Liter am Tag. Mit dem Umzug in die Gruppenboxen nach zwei Wochen werden zehn Liter Milchaustauscher am Tag gefüttert, zusätzlich Heu, Kraftfutter als Kälber-TMR (mit kurz gehäckseltem Stroh plus Miravit MaltoDrink), Silage und CRYSTALYX Mentholyx. Nach 70 Tagen werden die Tiere abgesetzt.


Für die Gesundheit und Leistungsbereitschaft der Tiere ist die Biestmilch-Fütterung, vor allem in ausreichender Menge, in den ersten Stunden nach der Geburt der entscheidende Faktor. Hinzu kommt ein konsequentes Hygienemanagement auf dem Betrieb. „Schließlich haben die Kälber die natürliche Angewohnheit, ihre Umgebung abzulecken. Wenn die Stalleinrichtung nicht sauber ist und Keime aufgenommen werden, führen diese ebenfalls zu Krankheiten“, erklärt der 31-jährige Arndt Griepenkerl.

Auch der Leckmasse komme dabei eine wichtige Bedeutung zu, erläutert Lutz Tönjes, Berater für Spezialitäten bei der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH. „CRYSTALYX Mentholyx fördert die Beschäftigung, so dass das gegenseitige Besaugen und das Ablecken der Stalleinrichtung deutlich reduziert wird.“

Mentholyx
Lutz Tönjes, Berater für Spezialitäten bei der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH, Arndt Griepenkerl und Gerald Krabbe, Produktmanager Crystalyx, sind von den positiven Effekten der Leckmassen überzeugt (v. li.).
Neben dem besseren Allgemeinzustand sei das auch ein wichtiges Argument, CRYSTALYX Mentholyx das ganze Jahr über bereitzustellen, betont Tönjes. Auch wenn die Zusatzfunktion durch die ätherischen

Öle vor allem in Stresssituationen wie Umstallen oder nasskalter Witterung zum Tragen kommt, wirken sich der extra Schub Energie, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine grundsätzlich positiv auf Wohlbefinden und Tiergesundheit aus. Durch die Aufnahme des Ergänzungsfutters wird der Pansenstoffwechsel gefördert und die Futterverdaulichkeit und -aufnahme gesteigert. „Dieser frühzeitige Effekt auf die Pansenmikroben und die Grundfutteraufnahme wirken sich auf die spätere Leistung der Tiere aus“, ergänzt Gerald Krabbe. „Damit wird ein guter Start ins Leben gesichert und der Grundstock für die Langlebigkeit der Tiere gelegt. Im deutschlandweiten Durchschnitt gehen Kühe schon nach drei Laktationen vom Hof. Langfristiges Ziel sollte aber sein, fünf oder mehr Kälber von einer Kuh zu bekommen.“ Auch für die Griepenkerl GbR ein wichtiges

Argument, CRYSTALYX Mentholyx nach dem Winter weiterzufüttern.

Zum Video - Kälber fit machen für den Winter.


Infos gibt es bei Gerald Krabbe, Telefon 0251 . 682-89229, gerald.krabbe@agravis.de



Biestmilchqualität mit Hefezellwandbestandteilen verbessern

Nach dem Einsatz spezieller Hefezellwandbestandteile in der Trockensteherfütterung verbesserte sich die Qualität der Biestmilch auf einem Milchviehbetrieb in der Gemeinde Uplengen sehr deutlich. Die Biestmilchspindel zeigt nun einen sehr viel höheren Gehalt an Immunglobulinen. Die Ausgangssituation auf dem Betrieb stellte sich wie folgt dar:

  • leichte Geburten, gute und schnelle Aufnahme der Biestmilch
  • ab dem zweiten Tag Trinkunlust und zunehmende Lebensschwäche
  • ab dem vierten Tag Durchfall/Fieber/Infektionen
  • Behandlungen (Antibiotika etc.) meist nicht erfolgreich.

Unterschiedliche Antibiotika und Futterzusätze brachten keinen Erfolg. Die Überprüfung der Biestmilch mit Hilfe einer Spindel lieferte dann ein eindeutiges Ergebnis: Die Biestmilchqualität war unzureichend. Daraufhin wurden die Trockensteher mit speziellen Hefezellwandbestandteilen über eine Leckmasse versorgt und die Biestmilch weiterhin getestet. Schon nach wenigen Wochen verbesserte sich die Qualität und pendelte sich langsam in der grünen Zone der Biestmilchspindel ein. Auch die Kälbergesundheit verbesserte sich. Behandelt wird zwar immer noch, aber eher prophylaktisch, um den Gesundheitsstatus zu erhalten und die Kälber zu unterstützen. Die Kälberverluste verringerten sich rapide und der Landwirt sieht eine deutliche Tendenz aufwärts.

In der Mutterschafhaltung werden Hefezellwandbestandteile bereits seit längerer Zeit eingesetzt. Wissenschaftliche Versuche in England zeigten, dass der Gehalt an Immunglobulinen um zirka 25 Prozent gesteigert werden konnte, wenn die Mutterschafe in den letzten sechs Wochen der Trächtigkeit mit diesem Zusatz versorgt worden sind.

Ohne Hefezellwandbestandteile
Mit Hefezellwandbestandteile
Jedem Milchviehhalter ist bekannt, dass die Biestmilchversorgung der Neugeborenen direkt nach der Geburt entscheidend ist. Gefordert werden drei bis vier Liter direkt nach der Geburt. Diese Empfehlung beruht auf der Erkenntnis, dass die Biestmilch der Kühe im Durchschnitt etwa 70 Gramm Immunglobuline pro Liter enthält und das Kalb mit mindestens 200 Gramm versorgt werden muss. Zu bedenken ist allerdings, dass die Schwankungen des Immunglobulingehaltes in der Biestmilch sehr hoch sind, unabhängig vom Alter der Kühe. Im besten Fall liefert eine gute Biestmilch bis zu 200 Gramm Immunglobuline/Liter. Im schlechtesten Fall liegt der Gehalt bei unter 20 Gramm. Und es scheint so zu sein, dass die Qualität der Biestmilch in den vergangenen Jahren schlechter geworden ist. In jedem Fall ist es also ratsam, die Biestmilch mit Hilfe einer Spindel zu beurteilen (siehe Fotos: Die Qualität der Biestmilch wird mit Hilfe einer Biestmilchspindel gemessen. Diese hat sich nach dem Einsatz spezieller Hefezellwandbestandteile deutlich verbessert).

Ein Tipp: Bei unzureichender Biestmilchqualität hilft eine Tube Miravit Oramun plus dem Kalb über den Berg.


Die Hefezellwandbestandteile können ab sofort in Form der Leckmasse Crystalyx Trockensteher LIN den Kühen in der Trockenstehphase ad libitum angeboten werden. Zusätzlich sollte in diesem Zusammenhang die Haltung der Trockensteher kritisch überprüft werden:

  • Klauen- und Stoffwechselerkrankungen behandeln
  • Euterentzündungen vorbeugen
  • ausreichend Platz anbieten (zehn Quadratmeter/Tier)
  • saubere Einstreu, Pilzbelastungen des Futters vermeiden
  • sauberes Wasser aus mehreren Selbsttränken
  • Stress vermeiden (Überbelegung, zu wenig Fressplätze etc.)

Weitere Informationen gibt es bei den AGRAVIS-Produktionsberatern, Klaus Bürsken, Telefon 0172 . 5306363, klaus.buersken@agravis.de, bei der kostenlosen Hotline 0251 . 682-1133 oder unter www.combimilk.de.



Zwei Konzepte – ein Ziel

Die Witterungsbedingungen im vergangenen Jahr stellten die Landwirte vor eine große Herausforderung bei der Ernte der Grassilage. Häufig konnte der optimale Schnittzeitpunkt nicht eingehalten werden, was sich in der Qualität der Silagen niederschlug. Dies führte insbesondere zu hohen Rohfasergehalten. Auch der Silomais wurde aufgrund des trockenen und warmen Spätsommers auf vielen Standorten mit zu hohen Trockenmasse- und Rohfasergehalten eingefahren. Zum einen resultiert daraus, dass die Silagen insgesamt verringerte Energiegehalte aufweisen. Zum anderen sinkt die Futteraufnahme, da die hohen Rohfasergehalte der Silagen zu einer längeren Verweildauer im Verdauungstrakt führen.

Die Anpassung der Fütterung auf diese mäßigen Qualitäten ist zwingend notwendig, um Gesundheits- und Leistungseinbußen zu vermeiden. Die AGRAVIS Raiffeisen AG bietet unter anderem zwei besondere Ansätze auf Basis von Ergänzungsfuttermitteln an, um ein Energiedefizit und die damit verbundenen Negativeinflüsse auf Gesundheit und Leistung bei den Kühen zu vermeiden. Während mit dem Einsatz von Crystalyx-Leckmassen eine Erhöhung der Grundfutteraufnahme und eine Verbesserung der Verdauung im Pansen erreicht werden können, zielt der Einsatz von Miravit KuhPower darauf ab, die Ration energetisch aufzuwerten und den Pansen zu entlasten.

Infos zu diesem Thema gibt es bei Dominique Jeske, Telefon 0173 . 7293226 oder dominique.jeske@agravis.de oder bei Gerald Krabbe, 0172 . 2316560, gerald.krabbe@agravis.de.

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Zur AGRAVIS aktuell 1/2017



Positiver Effekt auf Abkalbeverhalten

Zur optimalen Vorbereitung trockenstehender Kühe auf die Geburt und die nachfolgende Laktation im Stall und auf der Weide hat sich Crystalyx Trockensteher seit vielen Jahren bewährt. Das Ergänzungsfuttermittel zum Lecken steigert die Grundfutteraufnahme vor der Kalbung, um hohe Grundfutteraufnahmen in den ersten Laktationstagen sicherzustellen und hilft, das Pansenfüllvolumen aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus wird die Energieversorgung rund um die Geburt sichergestellt und einer frühen Ketose kann vorgebeugt werden. Die physiologischen Stoffwechselvorgänge in Belastungssituationen werden mit dem Einsatz von Crystalyx Trockensteher stabilisiert. Nun wurde die Crystalyx-Familie um eine weitere Leckmasse für Trockensteher ergänzt: Crystalyx Trockensteher LIN

In einem aktuellen Versuch wurde die Leckmasse für Trockensteher durch den Zusatz von spezifischen Zellwandbestandteilen ergänzt. Das Ergebnis: Dem Ergänzungsfuttermittel Crystalyx Trockensteher LIN konnte ein positiver Effekt auf das Abkalbeverhalten von Färsen nachgewiesen werden. In dem Versuch bei der Agrargesellschaft Ruppendorf AG, Klingenberg (Sachsen), wurden 150 tragende Jungrinder in zwei Gruppen unterteilt. Unter ansonsten identischen Haltungs- und Fütterungsbedingungen wurden den Jungrindern in den letzten sechs Trächtigkeitswochen zwei verschiedene Rezepturen von Crystalyx Trockensteher verabreicht. Während die Rinder in der Kontrollgruppe (78 Rinder) die gewöhnliche Rezeptur von Crystalyx Trockensteher erhielten, wurde den Tieren in der Versuchsgruppe (72 Rinder) eine Crystalyx-Rezeptur mit spezifischen Hefezellwandbestandteilen verabreicht.

Erste Versuchsergebnisse belegen eine Reduktion der Schwergeburten- und Totgeburtenrate in der Versuchsgruppe. Der Anteil der Schwergeburten reduzierte sich in der Versuchsgruppe um ca. 18 Prozent. Die Anzahl der Totgeburten in der Versuchsgruppe wurde mit 8,3 Prozent sogar halbiert.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse und aufgrund vielfältiger Praxiserfahrungen steht mit Crystalyx Trockensteher LIN nun ein neues Produkt mit Hefezellwandbestandteilen zur Verfügung. Diese spezifischen Hefezellwandbestandteile enthalten Mannan-Oligosaccharide (MOS), die sich positiv auf das Immunsystem auswirken. So konnten in einem anderen Versuch durch den Einsatz dieser Hefezellwandbestandteile höhere Gehalte an Immunglobulinen in der Biestmilch von Schafen nachgewiesen werden. Zusätzlich ist in Crystalyx Trockensteher LIN Leinöl enthalten. Leinöl besitzt einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäruen und wirkt sich positiv auf eine Vielzahl von Gesundheitsparametern aus.

Neben Crystalyx Standard LIN steht mit Crystalyx Trockensteher LIN ein zweites Produkt zur Verfügung, das auf Basis von Einzelfuttermitteln hergestellt wird, die innerhalb der EU erzeugt werden.

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es bei Gerald Krabbe, Telefon 0251 . 682-89229 oder gerald.krabbe@agravis.de.



AGRAVIS aktuell 2016



Der Einsatz von Crystalyx hat einen positiven Effekt auf den Energiestoffwechsel und damit verbunden auf Fruchtbarkeit und Tiergesundheit.
Energiedefizite in der Hochlaktation vermeiden

In der Milchviehhaltung geraten nahezu alle Kühe während der Transitphase und Frühlaktation in eine negative Energiebilanz. Während ein geringfügiges Defizit als physiologisch normal bezeichnet und toleriert werden kann, muss ein ausgeprägtes Defizit unbedingt vermieden werden. Denn je höher das Energiedefizit ausfällt, desto stärker steigt das Risiko für Folgeerkrankungen. Dabei sind es diese Folgeerkrankungen, die für mehr als 50 Prozent der Abgänge verantwortlich gemacht werden können. Darunter zählen Unfruchtbarkeit, Eutererkrankungen oder Erkrankungen an Klauen bzw. Gliedmaßen. Ziel ist demnach eine Reduktion des Energiedefizits durch eine möglichst hohe Trockenmasseaufnahme während der Transitphase und Frühlaktation.

Positive Effekte bestätigt

Dass der Einsatz des Ergänzungsfuttermittels Crystalyx das Energiedefizit reduziert, belegen verschiedene Versuche aus der Wissenschaft und Praxis. In einer kürzlich durchgeführten Studie der griechischen Universität Thessaloniki haben sich die positiven Effekte des Ergänzungsfuttermittels zum Lecken ein weiteres Mal bestätigt. Bei dem Versuch wurde der Einfluss von Crystalyx auf die Tiergesundheit und tierische Leistung untersucht. Das Ergebnis belegt: Der Einsatz von Crystalyx Trockensteher in der Trockenstehzeit und Crystalyx Vitalyx in der Transitphase wirkt sich positiv auf folgende Faktoren aus:

  • verbesserte Fruchtbarkeit durch Reduktion der Güstzeit um 35 Tage,
  • gesteigerte Tiergesundheit durch weniger Reproduktionserkrankungen,
  • positiver Effekt auf den Energie- und Leberstoffwechsel,
  • verbesserte Milchqualität durch Reduktion der Zellzahlen.

Entwicklung der Fruchtbarkeit im Vergleich
Trächtigkeit und Metritis

Die Kühe in der Crystalyx-Gruppe konnten sechs Tage früher besamt werden und waren 35 Tage früher tragend, was eine um 35 Tage reduzierte Zwischenkalbezeit bedeutet. Während die Kühe in der Crystalyx-Gruppe für eine erfolgreiche Trächtigkeit 1,8-mal besamt wurden, benötigten die Tiere in der Kontroll-Gruppe 2,3 Besamungen. Auch die Tiergesundheit wurde durch den Einsatz von Crystalyx positiv beeinflusst, was der Vergleich der festgestellten Metritis-Fälle verdeutlichte: In der Crystalyx-Gruppe wurde an keiner Kuh eine Metritis diagnostiziert. In der Kontroll-Gruppe betrug der Anteil an festgestellten Metritis-Erkrankungen 15 Prozent, am 28. Laktationstag waren es noch 10 Prozent. Weiterhin bestätigen die Ergebnisse der Blutuntersuchungen (Stoffwechselparameter) einen positiven Einfluss von Crystalyx auf den Energie- und Leberstoffwechsel.

Wirtschaftlicher Vorteil

Wird für die Reduktion der Zwischenkalbezeit von 35 Tagen ein wirtschaftlicher Vorteil von 2 Euro je Tag zu Grunde gelegt, so beträgt dieser Vorteil in diesem Versuch 70 Euro je Kuh. Abzüglich der Kosten für den Einsatz von Crystalyx in Höhe von ca. 19 Euro pro Kuh verbleibt ein Überschuss über den Futterkosten von 51 Euro je Kuh. Die Ergebnisse in diesem Versuch zeigen einen positiven Effekt von Crystalyx auf den Energiestoffwechsel und damit verbunden auf die Fruchtbarkeit und Tiergesundheit.

Weitere Informationen gibt es bei Gerald Krabbe, Tel. 01 72 . 2316560 oder gerald.krabbe@agravis.de.

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Zur AGRAVIS aktuell 4/2016



Eine attraktive Beschäftigung zahlt sich mehrfach aus

Piglyx
In der Ferkelerzeugung finden unterschiedlichste Beschäftigungsmaterialien ihren Einsatz. Neben Spielketten gibt es viele weitere Materialien, die den Ferkeln Abwechslung in der Aufzuchtbucht bieten sollen. Ob und welchen Einfluss das Beschäftigungsangebot in der Bucht auf die biologischen Leistungen der Tiere hat, ist jedoch oftmals unbekannt. Grund genug für die AGRAVIS Raiffeisen AG, das organische Beschäftigungsmaterial Piglyx in einer unabhängigen Langzeitstudie durch die Hochschule Osnabrück hinsichtlich ausgewählter Leistungsparameter untersuchen zu lassen.

Untersuchung

Für diese Untersuchung standen auf einem Betrieb im Ferkelaufzuchtstall während der 56-tägigen Aufzuchtphase insgesamt 304 Ferkel zur Verfügung. Die eine Hälfte der Tiere diente als Versuchsgruppe, die zweite Hälfte als Kontrollgruppe. Der Versuch wurde einmalig wiederholt. Unterschieden haben sich die Haltungsbedingungen der Versuchs- und Kontrollgruppe lediglich durch die Art des angebotenen Beschäftigungsmaterials. Während der Versuchsgruppe die Wühl- und Leckmasse Piglyx zur Verfügung stand, bestand die Beschäftigungsmöglichkeit der Kontrollgruppe aus einer Spielkette mit einem daran befestigten Gummiball. Erfasst wurden neben dem Futteraufwand der Verzehr der Wühl- und Leckmasse in den Versuchsbuchten sowie die Einzeltiergewichte beider Gruppen. Diese Daten wurden nach Abschluss der 112-tägigen Versuchsphase statistisch ausgewertet.

Ergebnisse

Die Auswertung zur Futteraufnahme hat ergeben, dass die Versuchstiere mit 37 Gramm Unterschied wiederholt eine höhere Futteraufnahme erreicht haben. Diese Erhöhung machte sich in den Tageszunahmen deutlich bemerkbar. Bereits in der ersten Ferkelaufzuchtphase hatten die Tiere der Versuchsgruppe eine um 10 Gramm höhere Tageszunahme. In der zweiten Ferkelaufzuchtphase erzielten die Tiere der Versuchsgruppe sogar wiederholt 25 Gramm höhere Tageszunahmen.

Eine Betrachtung des kompletten Aufzuchtzeitraums ergab, dass die Piglyx- Gruppe statistisch abgesichert 20 Gramm höhere Tageszunahmen erzielte als die Ferkel, die mit einer Spielkette in der Bucht beschäftigt wurden. Daraus ergab sich ein Vorsprung der Versuchsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe von 1,12 Kilogramm Lebendgewicht zum Ende der Aufzuchtphase. Hinsichtlich der Futterverwertung konnte im Versuchszeitraum erwartungsgemäß kein Unterschied zwischen der Versuchs- und Kontrollgruppe festgestellt werden.

Während der 56-tägigen Aufzucht lag der mittlere Verbrauch an Wühl- und Leckmasse je Tier und Tag in der Versuchsgruppe zwischen ein und vier Gramm. Kalkulatorisch ergibt sich daraus ein durchschnittlicher Piglyx-Verbrauch von 140 Gramm je Aufzuchtferkel.

Positives Fazit

Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass sich durch das Angebot von attraktivem und gesundheitlich unbedenklichem Beschäftigungsmaterial wie der Wühl- und Leckmasse Piglyx nicht nur, wie oftmals in der Praxis beobachtet, ein positiver Einfluss auf das Tierverhalten erreichen lässt, sondern auch die biologischen Leistungen in der Ferkelaufzucht optimiert werden können.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es bei Dr. Peter Rösmann, Tel. 0251 . 682-2262, peter.roesmann@agravis.de.

Zur AGRAVIS aktuell 4/2016



Mehr als ein ökonomisches Optimum

Hohe Lebensleistungen einer Milchviehherde sind ein Ziel jedes Milchviehhalters. Grundvoraussetzung hierfür sind gesunde Milchkühe. Das klingt einfach – doch in der Praxis, das heißt auf den Betrieben, wird hieran täglich gearbeitet. Denn gesunde Kühe bieten die Gewähr, dass die Milchleistung stimmt, viele Kälber geboren werden – und was ebenso wichtig ist, dass die Arbeit im Stall Spaß macht. Die Produktionsberater Rind der AGRAVIS Raiffeisen AG bearbeiten gemeinsam mit den Milchviehhaltern intensiv das Ziel einer hohen Lebensleistung mit ganzheitlichen Konzepten und Produkten.

Die Karriere als Milchkuh vorbereiten

Ein langes Leben setzt leistungsfähige Organe voraus. Im Fokus stehen dabei vor allem die Lunge, das Eutergewebe und die Bauchspeicheldrüse. Die Lunge benötigt ein Zeitfenster von ca. zwölf Monaten, um sich voll zu entwickeln. Daher ist ein gesundes Klima in den Jungviehställen so wichtig. Die Entwicklung des Eutergewebes und der Bauchspeicheldrüse ist hingegen schon nach wenigen Wochen abgeschlossen und kann durch ein kompensatorisches Wachstum später nicht mehr korrigiert werden. Aus diesem Grund ist die intensive Kälberaufzucht mit CombiMilk und CombiKorn der erste Schritt, um die Langlebigkeit der Kühe zu beeinflussen.

Ausgewogene Mineralstoffversorgung sichern

Milchkühe scheiden bei einem Tagesgemelk von 40 Kilogramm Milch alleine über das Euter täglich etwa 115 Gramm Mineralstoffe und Vitamine aus. Das zeigt, dass eine ausgewogene Mineralstoffversorgung zur Unterstützung der Langlebigkeit einer Milchviehherde unverzichtbar ist. Auf einen Mineralstoff- und Vitaminmangel können Tiere sehr sensibel reagieren. Chronische Klauenerkrankungen, hohe Zellzahlen in derMilch, ein struppiges Fell, Schwer- und Totgeburten oder auch das vermehrte Auftreten von unfruchtbaren Milchkühen sind sichtbare Folgen einer unausgewogenen Mineralstoffversorgung der Herde. Die Sortenvielfalt von VitaMiral begegnet Mineralstoffmangelsituationen effektiv im Stall und auf der Weide. Sie ergänzt bedarfsgerecht und effektiv den Mineralstoff- und Vitaminbedarf unterschiedlicher Grundfutter- und Rationstypen.

Wichtige Bausteine zur Erhöhung der Langlebigkeit

Eine lange Nutzungsdauer verbunden mit einer hohen Milchleistung sind die Grundlagen einer wirtschaftlichen Milchviehhaltung. Um die genetischen Leistungsanlagen der Rinder voll ausschöpfen zu können, muss für das Wohlbefinden der Tiere gesorgt werden. Heute gehören Klauenleiden und Eutererkrankungen neben Fruchtbarkeitsstörungen zu den häufigsten Problemen in Milchviehbeständen. Zur Minimierung der Feuchtigkeit und Senkung des Infektionsdruckes auf den Lauf- und Liegeflächen im Stall hat sich ein häufiges Abschieben (mind. zwei Mal pro Tag) der Laufgänge bewährt. Um die Klauen- und Eutergesundheit zu erhalten, ist ein tägliches Abstreuen der Lauf- und Liegeflächen mit Hygienekalken und eine Zitzendesinfektion nach dem Melken mit Produkten aus dem Desintec-Sortiment eine sinnvolle Maßnahme.

Den Start in die Laktation absichern

Der Einsatz von Crystalyx führt zu einer besseren Verdaulichkeit des Grundfutters und zu einem Anstieg der Trockensubstanzaufnahme um durchschnittlich 5 Prozent. Vor allem in Phasen der negativen Energiebilanz nach dem Kalben führt der Einsatz von Crystalyx zu einem sehr effizienten und wiederkäuergerechten Anstieg der gesamten Energieaufnahme. Dadurch wird das Energiedefizit reduziert und dem Risiko für Folgeerkrankungen vorgebeugt. Dabei sind es diese Folgeerkrankungen, die für mehr als 50 Prozent der Abgänge verantwortlich gemacht werden können. Darunter zählen Unfruchtbarkeit, Eutererkrankungen oder Erkrankungen an Klauen bzw. Gliedmaßen. Schließlich trägt eine Verringerung der Abgangsrate dazu bei, die Lebensdauer der Milchkühe zu verlängern.

Negativeinflüssen vorbeugen

Kritische Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit: 40 Prozent der Abgänge bei Milchkühen geschehen in den ersten 100 Laktationstagen. Das unterstreicht, dass besonders der Zeitraum rund um die Geburt und der Start der Laktation eine Belastungssituation für die Milchkühe darstellt. Häufig sind es Stoffwechselerkrankungen, wie Ketose oder Milchfieber, die in diesem Zeitraum die Gesundheit und infolgedessen die Lebensdauer und Effektivität negativ beeinflussen. Der Einsatz von zum Beispiel Miravit MaltoDrink, einem Gemisch aus Propylenglykol, Glycerin und Malzextrakt, kann in dieser Situation helfen, das Risiko der Erkrankung an einer Ketose zu minimieren.

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Michael Baum, Tel. 02 51 . 682-2287, michael.baum@agravis.de.

Zur AGRAVIS aktuell 4/2016



In der Milchviehhaltung verursachen Futtermittel über 50 Prozent der Direktkosten. Die Wirtschaftlichkeit wird daher maßgeblich durch diesen Kostenblock beeinflusst. „Bei den aktuell niedrigen Milchpreisen versuchen viele Betriebe, die Futterkosten möglichst gering zu halten. Doch eine pauschale Reduktion dieses Kostenblocks bedeutet nicht automatisch eine höhere Wirtschaftlichkeit“, erläutert Crystalyx-Produktmanager Gerald Krabbe. „Was sich erst einmal widersprüchlich anhört, können wir seit Kurzem anschaulich machen: Das neue Programm Crystalyx Analytics zeigt betriebsindividuell die Wirtschaftlichkeit von Crystalyx beim Einsatz in der Laktation.“

Insbesondere im laktierenden Bereich werden die Vorteile, die Crystalyx in der Energieversorgung bringt, oft nicht ausgenutzt. „Erst einmal stehen die Kosten eines weiteren Futtermittels im Vordergrund, nicht aber der Nutzen“, erläutert Krabbe. „Mit dem neuen computergestützten Beratungstool können wir die positiven Effekte nun auch schwarz auf weiß darstellen.“ Crystalyx Analytics weist auf Basis betriebsindividueller Rationsparameter die zu erwartenden kaufmän-nischen Konsequenzen des Einsatzes von Crystalyx aus. Zunächst werden die Daten des Betriebes wie Anzahl und Gewicht der Kühe, die mit Crystalyx gefüttert werden sollen, Milchleistung und Inhaltsstoffe, Milchpreis sowie die Futterration und Futterkosten in das Programm eingegeben. Daraus wird die aktuelle Futteraufnahme, die aus den einzelnen Rationskomponenten resultiert, berechnet. Im nächsten Schritt wird eine Ergänzung der Ration durch Crystalyx simuliert. Für laktierende Kühe stehen Crystalyx Standard, Vitalyx und Cattle Booster zur Verfügung. Nach der Auswahl des zum Betrieb passenden Produktes erfolgt die Eingabe der Menge, die voraussichtlich aufgenommen wird. Diese liegt im Durchschnitt zwischen 150 und 250 Gramm pro Tier und Tag. Das Programm ermittelt aus den gewählten Werten die erwartete Steigerung der Grundfutteraufnahme, die in der Regel bei 3 bis 5 Prozent oder inklusive der Crystaylx-Aufnahme bei 500 bis 700 Gramm täglich liegt. „Beim Vergleich der Ration mit und ohne Crystalyx-Einsatz kommen die Karten auf den Tisch“, macht Krabbe deutlich. Die aus dem Anstieg der Grund-futteraufnahme resultierenden Futterkosten inklusive Kosten für Crystalyx werden dem Milcherlös gegenübergestellt.

„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann keiner dem Landwirt die Entschei-dung abnehmen, die richtige Auswahl an Betriebsmittel vorzunehmen. Doch selbst bei den aktuellen niedrigen Milchaus-zahlungspreisen kann fast jeder Betrieb mit Crystalyx einen Überschuss über die Futterkosten erzielen“, berichtet der Pro-duktmanager aus Erfahrung. „Aufs Jahr bezogen kann das Plus bei einer Bestandgröße von 100 laktierenden Milchkühen zwischen 2.000 und mehr als 3.000 Euro betragen – und das bei konservativer Berechnung, auf der das Programm basiert. In der Praxis liegen die Effekte oft noch höher.“

Darüber hinaus gibt das Programm Auskunft über die Effekte auf die Tiergesundheit. Beispielsweise kann betriebsindividuell die Rate an Stoffwechselerkrankungen sowie Fruchtbarkeitsleistung und Nutzungsdauer eingeben werden. „Auch auf diese Faktoren wirkt sich Crystalyx nachweislich positiv aus, was das Programm in Form einer Kostenersparnis darstellt“, erläutert Krabbe abschließend.

Interessierte Milchviehhalter können sich an ihren Produktionsberater für eine kostenlose Beratung und Analyse wenden. Weitere Informationen gibt es bei Gerald Krabbe, Tel. 0172 . 2316560, gerald.krabbe@agravis.de und www. crystalyx.info.



Zur AGRAVIS aktuell 2 2016



Der Einsatz der Wühl- und Leckmasse Piglyx sorgt in Schweineställen für mehr Ruhe. Das haben Versuche in Großbritannien jetzt belegt.
Die Liste eingesetzter Beschäftigungsmaterialien in der Schweine- haltung ist lang. Ob Spielball, Holzklotz oder Scheuerbalken, die Attraktivität dieser oder ähnlicher Materialien nimmt für das Tier nach anfänglich guter Akzeptanz meist rasch ab. Grund genug für die AGRAVIS Raiffeisen AG, durch intensive Versuche und Weiterentwicklung Schweinehaltern dauerhaft interessante Produktlösungen anzubieten.

Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche und nachhaltige Schweineproduk-tion ist ein gesunder und frohwüchsiger Tierbestand. Dieser basiert zunächst auf einer Vielzahl von betriebsindividuellen Einflussfaktoren. Neben der Tiergenetik und dem Fütterungskonzept sind es oftmals die sogenannten Umweltfaktoren wie Belegdichte, Schadgaskonzentration, Raumlufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse, aber auch das Vorhandensein und die Art des angebotenen Beschäftigungsmaterials, die den Gesundheitsstatus und das Wohlbefinden der Schweine maßgeblich beeinflussen. Das Thema Beschäftigungsmaterial für Schweine ist nicht nur in Deutschland im Rahmen der aktuellen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und den Vorgaben aus dem QS-System ein wichtiger Punkt, sondern spielt auch im Ausland wie Großbritannien im Kontext der Kannibalismus-Prävention eine entscheidende Rolle.

„Auch Großbritanniens Schweinehalter beschreiben Schwanzbeißen als ein multifaktorielles Geschehen, welches durch diverse Faktoren ausgelöst werden kann“, weiß Dr. Peter Rösmann, Produktmanager Schwein bei der AGRAVIS Raiffeisen AG. Grundsätzlich gilt jedoch, dass das domestizierte Hausschwein als Nachfahre des Wildschweines diesem im Wühlverhalten sehr ähnlich ist. In diesem Zusammenhang besteht „eine bewährte und wirksame Methode zur Reduzierung von Schwanzbeißen darin, die Umgebung der Schweine attraktiv zu gestalten“, rät Rösmann. Vor diesem Hintergrund wurde die Wühl- und Leckmasse Crystalyx Piglyx in Deutschland entwickelt.

Caltech vertreibt Crystalyx in Großbritannien und hat landesweit mehrere Studien in Schweinebetrieben durchgeführt. Die Studien umfassten sowohl Ferkelaufzucht- als auch Schweinemastbetriebe. „Die Ergebnisse in England sprechen für sich und vor allem für den Einsatz von Piglyx“, fasst Rösmann zu-sammen. Das Angebot des organischen Beschäftigungsmaterials Piglyx ließ die Läufer deutlich ruhiger erscheinen und reduzierte das Ausmaß an kannibalistischen Übergriffen in den späteren Wachstums- und Mastabschnitten nachhaltig. Der Einsatz der Wühl- und Leckmasse gab einem Betrieb, der in der frühen Aufzuchtphase Probleme mit Flanken- und Schwanzbeißen hatte, neue Hoffnung: In den Kontrollbuchten traten nach wie vor Probleme mit Flanken- und Schwanzbeißen auf. In den mit Piglyx ausgestatteten Buchten verschwand das Flanken- oder Schwanzbeißen dagegen überwiegend. Eine Wiederholung des Versuchs kam ebenfalls zu diesem Ergebnis. Auf einem weiteren Betrieb mit massivem Schwanzkannibalismus wurde die Wühl- und Leckmasse an neu eingestallte Schweine im Maststall bis zu einer Woche vor der Schlachtung angeboten. Es trat daraufhin in keiner der entsprechend versorgten Buchten Kannibalismus auf. Der Einsatz von Piglyx führte in Großbritannien auf den Testbetrieben zu einer starken Reduzierung der Aggressivität und Unruhe in den Beständen. Die dortigen Farmer berichten zusammenfassend, dass durch die Wühl- und Leckmasse in rund drei Viertel der Fälle das Auftreten des Schwanzbeißens deutlich reduziert oder gar verhindert werden konnte.

Weitere Informationen zu diesen Versuchen gibt es bei der Crystalyx Products GmbH oder direkt bei Dr. Peter Rösmann, Tel. 0251 . 682-2262, peter.roesmann@agravis.de.


AGRAVIS aktuell 1 2016



Bernd Schwarting, Raiffeisen-Warengenossenschaft Wesermarsch, Gerald Krabbe, Crystalyx Products GmbH, und Michael Bünting, AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH (v. li.), stehen Regine und Jan-Gerd Helmers auf ihrem Milchviehbetrieb mit Rat und Tat zur Seite.
Besonders? Da muss Jan-Gerd Helmers schmunzeln. Nein, besonders sei sein Betrieb eigentlich nicht, sagt er mit nordischer Gelassenheit und Bescheidenheit: „Wir liegen am Nordpol – aber sonst“, fragt der 50-Jährige achselzuckend und mit der Anspielung auf den ungewöhnlichen Straßennamen. Der Widerspruch lässt aber nicht lange auf sich warten. „In puncto Arbeitseffektivität und Leistung ist das, was wir hier vorfinden, alles andere als alltäglich“, sagt Michael Bünting. Der Produktionsberater für Rinder bei der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH betreut zusammen mit seinem Kollegen Bernd Schwarting von der Raiffeisen-Warengenossenschaft Wesermarsch eG das alteingesessene Familienunternehmen in Wiefelstede seit vielen Jahren und ist begeistert. Die Milchleistung liege konstant bei rund 10.000 Litern im Jahr, Eiweiß- und Fettgehalte seien top, ebenso die Zellzahlen, die regelmäßig unter 155.000 liegen. „Dabei hält sich der Aufwand, den Helmers für diesen Erfolg betreiben, im Vergleich sehr in Grenzen“, sagt Bernd Schwarting.

Gerald Krabbe, Produktmanager bei der Crystalyx Products GmbH, einer Toch-tergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, erklärt sich den Erfolg vor allem durch das strikte Einhalten des Crystalyx-Fütterungsprogramms: „Die Leckmassen fördern die Grundfutteraufnahme, da sie die Speichelproduktion anregen, für eine zusätzliche Abpufferung im Pansen sorgen und insgesamt den Stoffwechsel der Tiere stabilisieren.“ Die Ammerländer setzen seit zehn Jahren kontinuierlich Crystalyx-Produkte ein: Die grünen Standard- und die blauen Trockensteher-Kübel gehören fest zum Stallbild. Außerdem gibt es Kraftfutter am Melkstand und über den Transponder, Gras und Mais liegen auf dem Futtertisch, ebenso wird Heu zur freien Verfügung angeboten. Die Mineralstoffversorgung wird über die Gabe der Leckmasse sichergestellt. Einen speziellen Futtermischwagen haben die Helmers abgeschafft.

Ein Kübel Crystalyx enthält alles, was eine produktive Kuh für ihre Fitness braucht.
Für Regine und Jan-Gerd Helmers ist ihr Konzept eines, das sich bewährt hat und an dem sie nicht rütteln wollen. Und die Zahlen geben ihnen recht: In der intensiven Milchviehregion Ammerland, in der viele Hochleistungsbetriebe angesiedelt sind, schaffen es Helmers regelmäßig auf die vorderen Plätze in den Berichten des Milchkontrollvereins Dringenburg. „Diese Zahlen sind keine Momentaufnahmen, sondern konstant“, betont Michael Bünting. Das hohe Niveau der Produktion lasse sich seiner Meinung nach neben den niedrigen Zellzahlen auch an der Zwischenkalbezeit von nur 394 Tagen ablesen. „Unsere Tiere sind fit, leistungsfähig und gesund“, fasst Jan-Gerd Helmers zusammen. Der Tierarzt komme meist nur zu Routinebesuchen auf den Hof.

Krabbe und seine Kollegen haben es in der jüngsten Vergangenheit oft erlebt, dass Landwirte aufgrund der sinkenden Erzeugerpreise auf die zusätzliche Gabe von Crystalyx verzichten. Ein Schritt, der für das Ehepaar Helmers nicht in Frage kommt: „Dann sparen wir am falschen Ende.“ Die Praxis habe gezeigt, dass es ohne die Gabe des Ergänzungsfuttermittels mehr Probleme gerade mit dem Verhalten nach der Geburt gegeben habe: „Im Gegensatz zu den dann anfallenden Tierarztkosten rechnet sich ein Kübel Crystalyx schnell.“ So werden auch in Zukunft die bunten Kübel regelmäßig geliefert, um weiterhin den Erfolg am Nordpol zu gewährleisten.

Mehr Informationen zu den Produkten und ihrem Einsatz gibt es bei Gerald Krabbe, Tel. 0172 . 2316560, gerald.krabbe@agravis.de oder Michael Bünting, Tel. 0172 . 2695368, michael.buenting@agravis.de

AGRAVIS aktuell 1 2016



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